Hanns Schimansky  
  Ausstellung Kunsthalle Karlsruhe, 2003  
     


03/FZ/011, 2003
Federzeichnung, 29 x 41 cm

 
 

03/FA/005, 2003, Faltung,
Tusche/Gouache, 74 x 106 cm

Der 1949 in Bitterfeld geborene und an der Ostsee aufgewachsene Hanns
Schimansky hat als reiner Zeichner unabhängig von Trends in Ost und West
individuell seine Bildsprache entwickelt. Die handteller- bis türformatgroßen
Zeichnungen, mit Bleistift, Tusche und Ölkreide auf unterschiedlichen Papier-
qualitäten ausgeführt, und die sogenannten Faltungen bilden das Werk des
in Berlin lebenden und an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee
lehrenden Künstlers.

"Die tastende Linie und das Periphere - zweifellos kommt diesen beiden
Komponenten im bildnerischen Denken Hanns Schimanskys eine eminente
Bedeutung zu. Ihn interessieren die Grenze, die Kante, der Bruch, der Punkt,
der Knick, an dem Übergänge stattfinden - osmotisch oder in unmittelbaren
Sprüngen, als Vertauschung, Wechsel oder Umkehrprozess." So charakterisiert
Kirsten Claudia Voigt im Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle Karlsruhe
2003 die Arbeitsweise Schimanskys treffend.

Schimanskys Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin 1990 machte
seine Arbeiten schlagartig in Ost und West bekannt. Wichtige Institutionen wie
das Folkwang Museum Essen (1991), und das Sprengel Museum Hannover (1998)
präsentierten in Einzelausstellungen die Papierarbeiten von Hanns Schimansky.
Mit großen Übersichtsausstellungen 1994 im Museum Schloß Morsbroich Leverkusen,
2000 im Musée d'art et d'histoire in Neuchâtel (Schweiz), in der Kunsthalle
Rostock 2001 und zuletzt 2003 in der Kunsthalle Karlsruhe wurde das Werk des
herausragenden Zeichners auch einem breiten Publikum vorgestellt.

Im "Waschhaus" Potsdam wird im Mai 2006 in einer Einzelausstellung ein
Überblick über die Arbeiten der letzten Jahre gezeigt.

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