Maike Sander  
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  Maike Sander, ohne Titel (Mufflon), 2008, Papier und Meeralgen, ca. 40 x 40 x 50 cm  
     


 
 


 

Die meisten aktuellen Installationen und Einzelskulpturen von Maike Sander drehen sich um das Thema
"Tier". Auf den ersten Blick führen sie die Tradition der Tierplastik fort. Die Skulpturen geben präzise
und detailliert in Lebensgröße Haustiere wieder. Doch die Figuren scheinen sich an den Rändern aufzulösen.
Offene Oberflächen lassen den Blick frei auf das Innenleben.

Die Tierkörper sind meist in Bewegung. Bei den Installationen mit Gruppen von z.B. Vögeln scheinen die
Körper umeinander zu kreisen, alles ist in Bewegung bis diese dann wie an der Wand eingefroren zu sein scheint.

Die Tiere wirken lebendig und morbid zugleich. Die Bewegungen des Fliegens und Fallens steigern die
täuschende Wirkung. Und zugleich scheint sich alles aufzulösen.

Dieser Eindruck wird durch das Material, aus dem die Skulpturen sind, verstärkt. Tierkörper und Details
sind aus Wellpappe und Packpapier geformt. Punktuell sind die Flächen mit Meeralgenblättern überzogen,
die den Oberflächen die Anmutung von Haut geben. Alles ist leicht, alles bleibt fragil.

Bei einer zweiten Werkgruppe macht Maike Sander das Gegenteil. Sie fixiert flüchtige Stoffe wie
Wasserdampf oder Pulverwolken in Papier. Eine Rauchwolke wird in Packpapier nachgeformt und gebannt.
Die flüchtige Körperlichkeit von Dampf im Raum wird in dem anderen Material fixiert. Sie wird transformiert
zur Skulptur.



Besprechungen / reviews
Thea Herold im Tagesspiegel
Peter Richter in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung


 
Maike Sander, ohne Titel (Pistolenschuss), 2008, Papier und diverse Materialien, ca. 10 x 150 x 130 cm
 



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