
"Sternschanze (Ecce Homo)", 2001
Malaktion im Hamburger U-Bahnhof |
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"Palast der Republik 1", 2004
Öl auf Leinwand, 87 x 138 cm |
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"Olli - kreuztragend", 2006
Öl auf Holz, 50 x 40 cm |
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Caroline von Grone porträtiert Personen ihrer Umgebung und Modelle
in privaten
und öffentlichen Situationen. Die Bilder zeigen Menschen in bekannten
Alltagssituationen. Die Porträts sind jedoch von der Künstlerin
inszeniert.
Szenen und Haltungen werden von ihr verdichtet, spielen zum Teil auf
historische oder religiöse Themen an. Die Tradition der Bildtypen
und die
Ikonographie werden reflektiert. Aber auch die Auseinandersetzung mit
Positionen
der abstrakten Malerei wirkt hinein: Bildaufbau, Hintergründe und
Objektstrukturen
verweisen häufig auf Werke der klassischen Moderne.
Bei den öffentlichen Aktionen, von Caroline von Grone z.B. auf Bahnhöfen,
im Frankfurter Kunstverein oder in Berlin am Potsdamer Platz ausgeführt,
wird
die Situation als solche ausgestellt und als "Langzeitperformance"
verstanden.
Die klassische Ateliersituation wird in die Öffentlichkeit getragen.
Von der Malerin
engagierte Modelle stehen dann beispielsweise tagelang auf einem Bahnsteig,
während die Künstlerin "vor dem Modell" arbeitet.
Caroline von Grone malt
dann in dieser gewählten Alltagsumgebung, beobachtet von Passanten
und als
Teil der Geschehnisse in dieser Situation.
"Sternschanze (Ecce Homo)" wurde 2001 in der Eingangshalle eines
Hamburger
S-Bahnhofs gemalt. Die Haltung des Modells erinnert an mittelalterliche
Christusdarstellungen. Der Ausdruck der Person changiert zwischen
Christusbild, Otto-Normal-Bürger, Obdachlosen und Sportler. Die Flächen-
konstruktion der Fahrscheinautomaten im Hintergrund weist eine überraschende
Ähnlichkeit mit Mondrianbildern auf.
Ende 2004 hat Caroline von Grone eine Malaktion auf dem Platz vor dem "Palast
der Republik" in Berlin durchgeführt. Hier entstanden mehrere Darstellungen
des ehemaligen DDR-Gebäudes in unterschiedlichen Lichtzuständen. In einer Malaktion
in Berlin porträtiert von Grone
Mitarbeiter des Wachdienstes und Passanten.
Interieurs und Stillleben bilden einen weiteren Werkkomplex. Diese Arbeiten
verbindet,
dass das Licht jeweils durch Vorhänge oder Glasscheiben gebrochen ist. Die Atmosphäre
dieser taghellen und nächtlichen Lichträume wird von Caroline von Grones Malerei in
besonderer Weise eingefangen.
Neben ihren freien Porträts malt Caroline von Grone auch Auftragsporträts.
Über die Arbeit der Künstlerin Caroline von Grone ist ein Buch im
Richter Verlag
Düsseldorf erschienen. Diese Monographie mit dem Titel „Frisch gestrichen“
enthält die in den letzten Jahren entstandenen Bilder und dokumentiert von Grones
Malaktionen im öffentlichen Raum.
Texte von Claudia Herstatt und Belinda Grace
Gardner führen in das Werk ein.
aktuelles Malereiprojekt
In der Bahnhofsmission im Hamburger Hauptbahnhof können Mitarbeiter und
Besucher der Mission vom 20. September bis zum 26. November 2008 nach
Absprache gemalt werden. Die Modellsituation und die dabei entstehenden Arbeiten
bilden die sich verändernde Ausstellung.
Beginn im Rahmen der "Nacht der Kirchen" am 20. September ab 19.30 h mit Malen
nach Modell
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Auftragsporträts>>
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